Kirchengemeinde St. Petri - Cuxhaven
Kirchengemeinde St. Petri - Cuxhaven

Kirchenmusik

Bericht in der CN über die Chor- und Orgelmatinee am 24.06.18 in St. Petri.
2018-06-30 CN Dvorak.pdf
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Die zweite sommerliche Orgelmatinee am Sonntag 8. Juli um 10.44 Uhr in der St. Petri-Kirche Cuxhaven wird der Domorganist Barry Jordan aus Magdeburg spielen. 

 

Der von ihm gewählte Titel „Tabellenführer der 2. Regionalliga“ richtet den Fokus auf die vergessenen Komponisten, die sich für die Orgel in ihrer Zeit eingesetzt und Werke dafür geschrieben haben. 

 

Der in Südafrika geborene Organist wurde 1994 an den Dom zu Magdeburg berufen und imitierte dort auch den Bau der neuen Domorgel.

 

Sein Konzert an der symphonischen Woehl-Orgel umfasst Werke von Franz Schmidt (Chaconne), Feliks Nowowieski (2. Konzert) und Frank Bridge (Adagio E-Dur).

 

Der polnische Komponist Nowowieski ist durch die Teilung Europas hinter dem eisernen Vorhang 50 Jahre unsichtbar gewesen, obwohl er zahlreiche internationale Preise erhielt und wird erst in den vergangenen Jahren langsam wiederentdeckt. 

Er war ein hervorragender Orgelvirtuose und Improvisator und machte sein Instrument mit eigenen Kompositionen in Rundfunkaufnahmen bekannt. 

 

Wie sich der in Bratislava geborene, österreichische Komponist Franz Schmidt einmal erinnert hat, gehörte für ihn der Orgelklang zu den prägendsten Eindrücken seiner Jugend. Und auch wenn er sich später als Solist und Hochschullehrer dann doch für andere Instrumente entscheiden sollte, blieb er der Orgel mehr als nur eng verbunden.

 

Seine riesigen Chaconne cis-moll spiegelt jedoch seine Begeisterung für die orchestralen Möglichkeiten der Orgel wider. 1925 schrieb Schmidt dieses Opus magnum, das mit seinen vier (nahtlos ineinander übergehenden) Sätzen schon fast sin- fonischen Umfang besitzt. Und welches orchestrale Potenzial in ihm schlummerte, machte Schmidt 1931 deut-lich – als er die Chaconne für Orchester einrichtete.

 

Der englische Komponist Frank Bridge zählt zählt zu den bedeutendsten Komponisten seines Landes, obwohl er relativ wenig Musik komponierte. Der 1879 geborene Musiker machte dreifach Karriere: als Komponist, als Bratschist und als Dirigent. Als Komponist für die Orgel blieb Bridge Miniaturist und zeigen seine Vorlieben für den Impressionismus.

 

Barry Jordan wurde 1957 in Port Elizabeth, Südafrika, geboren. Er studierte zunächst in Kapstadt, wo er 1979 sein Studium mit dem akademischen Grad Bachelor of Music abschloss. Einflussreiche Lehrer in dieser Zeit waren unter anderem Peter Klatzow (Komposition und Klavier), Shirley Gie und Barry Smith (Orgel), des weiteren Komponist Arnold van Wyk und Theoretiker James May. Eine Gastprofessur der grossartigen Gillian Weir ermöglichte es ihm, bei ihr eine Weile zu arbeiten. Ab 1977 war er 2. Organist an der anglikanischen Kathedrale der Stadt.

Es folgten 4 Jahre Ersatzwehrdienst in Pretoria als Klarinettist in der Kapelle der Südafrikanischen Polizei. In diesen Jahren komponierte er viel (und gewann 1982 das SAMRO Overseas Scholarship für Composition, ein als Preisausschreibung vergebenes Stipendium zum weiterführenden Studium im Ausland), war Mitbegründer und Leiter des Ensembles für Neue Musik “Obelisk”, spielte die Orgel in verschiedenen Kirchen der Stadt, und arbeitete weiter am Klavier bei Lily Stroux. Ein besonderes Erlebnis war ein Kompositionsseminar bei Morton Feldman. Er war auch Mitglied des semiprofessionellen Kammerchores des SABC in Johannesburg.

Im Jahre 1984 kehrte er zurück nach Kapstadt, wo er an einem Mädchengymnasium als Musiklehrer und Chordirektor tätig war, sowie erneut als 2. Organist der Kathedrale. Gleichzeitig arbeitete er unter Peter Klatzow an seinem Kompositions-portfolio für seinen Master of Musik, welches ihm Ende 1985 mit Auszeichnung verliehen wurde, und unter Shirley Gie an der Orgel. Für das Orchesterwerk Last Things gewann er den Peter-Klatzow-Preis und ein weiteres Stipendium der Universität Kapstadt.

Ab 1986 studierte er in Wien Komposition (Klasse Francis Burt) und Orgel (Klasse Martin Haselböck). Er verlegte sein Studienort 1987 nach Lübeck, wo er weiterhin bei Prof. Martin Haselböck arbeiten konnte. Hier schloß er 1989 sein Konzertexamen  (Orgel) mit Auszeichnung und 1994  sein Kirchenmusikstudium ab.

Im Jahre 1994 wurde er nach Magdeburg berufen, wo er seit August desselben Jahres das Amt des Domkantors und -organisten bekleidet. 

Er ist als konzertierender Organist im In- und Ausland gefragt und leitete 2003 bis 2006 eine Orgelklasse an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. 2004 wurde er mit dem Titel „Kirchenmusikdirektor“ geehrt. Die von ihm initiierten Orgelneubauten im Dom zu Magdeburg wurden 2008 und 2012 vollendet.

 

 

Wie bei allen Matineen in St. Petri ist der Eintritt frei, da der Förderverein St. Petri auch in diesem Jahr die komplette Finanzierung der Konzerte übernommen hat.

 

 

 

 

 

 Jahresprogramm für 2018

 

 

 

 

Sonntag, 25. Februar 10.00 Uhr

ORGELfeature 

verstehen - erleben

Jürgen Sonnentheil

 

Sonntag, 25. März 10.00 Uhr

ORGELfeature 

verstehen - erleben

Jürgen Sonnentheil

 

Karfreitag, 30. März 9.30 Uhr

Laudate Dominum

Teile aus der Messe solennelle cis-moll

von Louis Vierne

Concerto Vocale

Leitung und Orgel Jürgen Sonnentheil

 

Ostersonntag, 1. April 9.30 Uhr

Laudate Dominum

Teile aus der Messe in D 

von Antonin Dvořák

Concerto Vocale

 

Ostermontag, 2. April 11.00 Uhr

Bach-Kantaten-Gottesdienst

„Der Herr ist mein getreuer Hirt“ BWV 112

und aus der MIssa G-Dur BWV 236

concerto piccolo

Sopran NIke Theresa Sonnentheil

Alt Eva Summerer

Tenor Nils Giebelhausen

„Das Neu-Eröffnete Orchestre“

Leitung Jürgen Sonnentheil

 

Pfingstsonntag, 20. Mai 11.00 Uhr

Bach-Kantaten-Gottesdienst

„Ich bin ein guter Hirt“ BWV 85

Sopran Ulrike Sonnentheil

Alt Sonja Boskou

Tenor Nils Giebelhausen

Bass Peter Rembold

„Das Neu-Eröffnete Orchestre“

Leitung Jürgen Sonnentheil

 

Sonntag, 24. Juni 10.44 Uhr

Chor und Orgelmatinee

Concerto Vocale

Antonin Dvořák Messe in D op. 86

Orgel Winfried Lichtscheidel, Sendenhorst

Leitung Jürgen Sonnentheil

 

Sonntag, 8. Juli 10.44 Uhr

Orgelmatinee 

„Tabellenführer der 2. Regionalliga“

Werke von Franz Schmidt, Feliks Nowowiejski u.a.

Barry Jordan, Magdeburg

 

Sonntag, 29. Juli 10.44 Uhr

Orgelmatinee

Friedemann Johannes Wieland, Ulmer Münster

 

Sonntag, 5. August 10.44 Uhr

Orgelmatinee

Klaus Geitner, München

 

Sonntag, 19. August ab 9.30 Uhr

25 Jahre Woehl-Orgel - wir feiern

Maurice Duruflé Missa cum jubilo (Solisten und Jürgen Sonnentheil

Peter und der Wolf (Christoph Schoener, Hamburg und Anke Harnack, NDR)

Virtuosenkonzert (Giampaolo di Rosa, Rom)

und vieles mehr

 

Sonntag, 4. November

Laudate Dominum

Claudio Monteverdi 

concerto piccolo

 

Sonntag, 25. November 9.30 Uhr

Laudate Dominum

 

Sonntag, 2. Dezember 17.00 Uhr 

Gottfried August Homilius

„Ergreifet die Psalter, ihr christlichen Chöre“

Kantate zum 1. Advent

 

Reinhard Keiser

Dialogus von der Geburt Christi

Weihnachtsoratorium in drei Teilen

 

Gottfried August Homilius

„Uns ist ein Kind geboren“

Kantate zum Weihnachtsfest

Concerto Vocale

„Das Neu-Eröffnete Orchestre“

Sopran Hanna zum Sande 

Altus Johann Moritz von Cube

Tenor Tino Brütsch

Bass Konstantin Heintel

Leitung Jürgen Sonnentheil

 

 

Samstag, 15. Dezember 18.15 Uhr

Weihnachtsmusik bei Kerzenschein

 

Silvester, 31. Dezember 19.00 Uhr

Silvesterkonzert

Trompete - Posaune - Orgel

 

Programm 2017-3.pdf
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Programm 2016_Layout 3.pdf
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Gesamtprogramm 2015
Programm 2015.pdf
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Gesamtprogramm 2014
Programm 2-2014.pdf
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Biennale2014.pdf
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Gesamtprogramm 2013
Programm 2013-1.pdf
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Nächste Orgelmatinee 

Am Sonntag, den 29. Juli 2018

um 10.44 Uhr 

 

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